- Bei Vista wurde schlicht anders programmiert, bereits in der Entwicklung wurde nicht nur aus das "Funktionieren einer Funktion" geschaut, sondern vor allem auch auf Sicherheit und Zuverlässigkeit. Bevor Code eingecheckt werden kann, muss der eine Reihe von Tests bestehen, erst dann gehts weiter. Dadurch wird sichergestellt, dass kein ungetesteter Code "mal eben schnell" vorbei an allen Checks in das Produkt einfließt.
- Und das Testen geht weiter. Windows Vista ist wohl die am besten vor Release getestete Software. Neben dem geschlossenen Beta Programm, wo vor allem Firmen beteiligt waren, ist alleine der Release Candidate 1 (RC1) von Vista von 5 Millionen Menschen getestet worden. Dadurch ist natürlich extrem viel Feedback zurückgekommen.
- Die Feedbacks sind direkt und frühzeitig ins Produkt eingearbeitet worden. Bei XP wurden die automatischen Betareports erst viel später in den Developement Prozess eingeführt, bei Vista haben die Error Reports gleich von Beta 1 den Prozess beeinflusst - d.h. extrem viele Bugs und Hänger wurden schon in der Betaphase gefunden. Oder anders, vielleicht etwas spitzer formuliert: der "Beta Test beim Kunden" muss nicht mehr stattfinden, der ist bereist in der echten Betaphase passiert. Dadurch erscheint Vista bei Release auch schon so, als hätte es die ersten ein bis zwei Servicepacks schon inkludiert.
- Windows Update ändert viel - man muss nicht mehr auf SP1 warten, weil kritische Updates über Windows Update laufend eingespielt werden. Windows Update ist nun eine eigene Applikation, d.h. gerade User die einen anderen Standardbrowser als den Internet Explorer verwenden, müssen nun nicht extra fürs Update den IE starten.
- Lästig waren immer "Hänger", also wenn ein Prozess offenbar steht und man das Fenster aber nicht schließen, abbrechen oder irgendwie zur Weiterarbeit überreden kann. Beispiel: eine Share öffnen, der nicht existiert, und dann aufs Time Out warten.
- Reboots
- Generell ist viel gemacht worden, um Reboots seltener zu machen (jaja, das hören wir bei jeder neuen Windows Version)
- Der Restart Manager kann Applikationen stoppen, die DLLs benutzen und sie anschließen wieder starten. Dadurch wird es möglich, "laufende" Programme upzudaten. Einige Applikationen nutzen das bereits - diese Dateien können verwendet werden ohne Reboot.
- Wenn man restarten muss, wird versucht den alten Status wieder herzustellen, d.h. wenn z.B. der Rechner über Nacht läuft, Dateien und Anwendungen offen sind und der Computer rebootet wegen eines Updates, dann werden nach dem Einloggen diese Anwendungen wiederhergestellt.
- Automatisiertes Feedback an Resolution Center
- Fehler werden - wenn der Benutzer es will - in Echtzeit an das Microsoft Error Reporting Service geschickt.
- Fehler in Software von Drittherstellern werden an ebendiese weitergeleitet.
- Neu ist, dass in der Datenbank nach Fehlern gesucht wird und eine Lösung - wenn vorhanden - angezeigt wird. D.h. man bekommt u.U. sofort für ein Problem die Lösung präsentiert! Nice! Hatte ich schon mal, war sogar hilfreich (Update der Software dieses Herstellers verfügbar, mit Link).
- Wenn es keine Lösung gibt, bleibt das Problem unter "Problemberichte und -lösungen" gespeichert - es wird regelmäßig geschaut, ob es dazu schon eine Lösung gibt.

Hier ein Screenshot meiner aktuellen "Probleme". Auch wenn die Liste voll erscheint, das ist immerhin der gesamte Dezember. Und da wird mehr berichtet, als mir als User im Betrieb als Problem auffällt, denn die Hänger von Outlook und PowerPoint hab ich nicht mal als "schlimm" empfunden (ging ohne etwas abzuschießen nach 1 min weiter) ... was man aber auch sieht, dass es für das Problem mit der Grafikkarte mehr Information gibt.
Der Artikel basiert auf Christan Deckers Eintrag im PTS Team Blog. Danke Christian!