Drama: Vorinstallationen - Warum ist Vista so langsam?

von Georg Binder 15. May 2008 17:48

Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Artikel so überhaupt schreiben soll, denn er ist wenig schmeichelhaft. Für niemanden. Aber nachdem das Problem in letzter Zeit nicht besser wird, sondern immer schlimmer, ein mal ein paar klare Worte zu einem Thema, das ich für eines der größten Probleme von Microsoft halte und vermutlich maßgeblich am schlechten Ruf von Vista schuld ist.

Vorinstallationen
Gut gedacht und für Microsoft einer der größten Geldbringer in der Betriebssystemsparte: das vorinstallierte Betriebssystem. Gut gedacht, weil für den Konsumenten die günstigste Art, um an Windows zu kommen und von der Idee her: starten und loslegen.

Die Realität
Bloatware. Crapware. Dutzende Programme sind gleich mitinstalliert. Die Rechner lassen sich teilweise nicht mal einschalten, die Recovery DVD/CD, wenn denn eine beiliegt, schaufelt nur wieder den selben Müll auf die Platte, der Rechner ist schlicht unbrauchbar.

Kleiner Vergleich
Zahlen stammen übrigens von einem bereits etwas zurückliegenden Test über verschiedene im Consumer Markt erhältlichen Geräte bzw. deren Vorinstallationen, verglichen mit einem Cleaninstall auf der selben Maschine, die Tests wurde durchgeführt von einem großen amerikanischen Betriebssystemhersteller:

preinstall

Ordentlicher Unterschied oder? Der Idle Wert kommt mir zwar auch beim Clean-Install Durchschnitt recht hoch vor, aber darum gehts hier nicht (es gibt da noch weitere Messungen, aber die zeigen genau das selbe Bild).

Was macht der Kunde?

  1. Ersten ist er mal unglaublich angefressen - zurecht, denn er hat gerade ein Neugerät gekauft, das langsamer zu rechnen scheint als der alte TI-30 Schultaschenrechner.
  2. Schuld hat Microsoft.
  3. Für Fortgeschrittene: Es wird mit einem Installationsmedium über die Vorinstallation drübergebügelt. Mangels sauberem Vista Datenträger und der vermeintlichen Erkenntnis, dass an der Langsamkeit Vista schuld sei, übrigens ziemlich wahrscheinlich mit XP (ob legal oder nicht tut da jetzt mal nichts zur Sache).

Besonders krasse Fälle
Über einige Geschichten habe ich schon geschrieben, z.B. Sony mit der Sidebar, alle Produkte, die sonst im gelben Packerl verkauft werden, zwei verschiedene Desktop Search Produkte bei Lenovo, uvm...

Man trifft aber wieder auch bei Markenhersteller (!) auf so unglaubliche Dinge, wie falsche Images (z.B. HP mit ihren fehlerhaften XP Images, die dann bei AMD Prozessoren mit SP3 Probleme bringen) oder gänzlich falsche Treiber (sodass z.B. die Festplatte nur im PIO Modus läuft) und, und und,... dass das für das Betriebssystem nicht unbedingt leistungssteigernd wirkt, dürfet klar sein.

Warum installieren die Hersteller Crapware?
Weil es Geld bringt. Und das nicht wenig! Teilweise gleich direkt bare Münze, z.B. für das installieren einer Desktop Suche, teilweise auf Provisionsbasis (bzw. Mischmodelle), z.B. wenn sich der ahnungslose Kunde tatsächlich die Anti-Viren Lösung kauft.

Mittlerweile ist besteht die Gewinnmarge fast ausschließlich durch die Zusatzsoftware, an der Hardware ist fast nichts zu verdienen. Wenn man so will kauft man werbefinanzierte Geräte.

Keine Crapware - dann bezahle!
Den Vogel hat meiner Meinung nach Sony abgeschossen, für ein sauberes Vaio TZ2000 oder Vaio TZ2500 (also ohne Crapware) wollten sie doch glatt 50$ MEHR. Willst Du weniger, zahle mehr? Eigentlich genial.

sony 
(Bild: Engadget - Sony hates you)

Nach den Engadget und Slashdot Artikeln und der daraus resultierenden weltweiten Empörung hat sich das ganze als "Kommunikationsfehler" herausgestellt (oh wie ich Konzernmarketingsprache liebe) und Sony hat das überraschend schnell -innerhalb von 2 Tagen - wieder zurückgezogen. Allerdings muss man, wenn man denn die Option Fresh Start will, Windows Vista Business dazubestellen - für 100$ Aufpreis.

Wer ist der Kunde?
Der Kunde von Microsoft ist der Hardwarehersteller. Der Endkunde (Konsument) wiederum ist Kunde des Hardwareherstellers. Natürlich sehen das die Konsumenten anders und lasten die verpfuschte Installation direkt Microsoft an. Die Hardwarehersteller halten sich da schön raus anstatt zuzugeben "hey, das haben wir verbrochen".

Tut das jeder Hersteller?
Nein. Aber fast jeder. HP, Lenovo, Acer, Sony ... überall das selbe. Dass ich hier Sony öfters "lobend" erwähne, hat ist wirklich Zufall, da hatte ich eben öfters Kontakt mit Benutzern. Ausrücklich unterstreiche ich daher, dass die Hardware wirklich gut ist (auch da egal ob HP oder Sony oder...) aber mal ehrlich: arbeitet mal selbst einen Tag mit so einer Vorinstallation. Wäre recht hilfreich.

Betrifft das nur "Consumer"-Geräte oder auch den Business-Markt?
Galt bis vor kurzem noch, dass im Business-Bereich die Vorinstallationen recht sauber sind, so kann das mittlerweile nicht mehr gelten. So manches Unternehmen kauft das Betriebssystem mit der Hardware mit (also OEM weil u.U. günstiger als mit Volumenslizenzverträgen) und können deswegen lizenzrechtlich auch nicht Re-Imagen (denn das geht IMHO nur bei Volumenslizenzen).

Angeblich ist Dell vernünftig. [Meinung dazu bitte als Kommentar].

Betrifft das nur Vista oder XP auch?
Genauso XP, wenn es vorinstalliert ist.

Warum tut Microsoft nicht dagegen?
Microsoft darf den Herstellern nicht vorschreiben, was sie auf ihren Rechnern installieren. Das war mal anders, aber da gab's dann recht heftige Prozesse. Den Schaden hat jetzt der Konsument.

Aber Microsoft sollte etwas dagegen tun. Denn sonst wird der Wunsch des Konsumenten sein, KEIN OS vorinstalliert zu bekommen. Das kann nicht im Sinne von Microsoft sein (ich glaube, das muss ich nicht begründen).

Wie sieht das bei Apple aus?
Da Apple keine Kartellklagen durchzufechten hatte und gleichzeitig Hardware und Softwarehersteller ist, können sie natürlich selbst bestimmen, was auf ihre Rechner draufkommt. Ein Vorteil, den der reine (die Mäuse lasse ich mal beiseite) Softwarehersteller Microsoft - bedingt durch Urteile- leider (?) nicht (mehr) hat.

Die Lösung:
Na zum Glück ist die Lösung nicht so dramatisch wie das Problem:

  • Reinigen, säubern, löschen, deinstallieren - oder, vielleicht gleich:
  • Neu aufsetzen

Zu beiden Ansätzen veröffentliche ich in den nächsten Tagen ein paar Tipps.

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Allgemein

Comments

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5/15/2008 5:48:00 PM #

Also da kann ich dir nur komplett recht geben.

Den Fall sehe ich auch immer öfter auf mich zukommen. Aber nicht nur bei Notebooks sondern auch bei Privatrechnern ist dies immer mehr der Fall. Wo früher nur Testversionen von Softwarepaketen beilagen und man zwar ein paar Installationslinks auf dem Desktop fand, sind diese mitlerweile vorinstalliert und die erste Einrichtung eines Systems dauert fast 2 Stunden da man erstmal zig Programme abbrechen und deinstallieren muss. Der Vogel schoss hier bisher aber ein Media Markt Aktionsnotebook von HP ab.

Vista Home Premium - 78 Programme vorinstalliert (40 % der 160 GB Platte damit belegt )

Das größte Problem bei den vorinstallierten Programmen war in diesem Fall wiedereinmal NORTON -.-

Die Deinstallation lief so toll, dass das Notebook bei jedem neustart auf einmal die Recovery Disk haben wollte um die Norton installation wieder zu vollenden ... halt moment war ja eigentlich deinstalliert...

Also hilft mitlerweile nur eins... Gerät kaufen , OEM Blanko DVD einlegen. Gleiches Betriebssystem blank neuinstallieren. Treiber von Herrsteller drauf (in der Hoffnung das wirklich die richtigen dabei waren) - Fujitchu Siemens hat mal eine Treiber CD mitgeschickt für HW die gar nicht im Rechner eingebaut war ;)

Mitlerweile hab ich nur zum pflegen der PRIVATEN! Rechner und Notebooks orig. Blanko DVD/CDs von XP Home / Professional / MCE 2005 Vista Home / Home Premium

und da soll sich noch einer wundern warum die Leute die sich nicht damit beschäftigen, sagen dass der neue Rechner langsamer ist als der alte 98 oder XP Rechner von vor 3-5 Jahren ;)

Pajopath | Reply

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5/15/2008 5:48:00 PM #

100% Zustimmung!
Kleines Beispiel: Mein Bruder hat sich vor ca. 3 Monanten ein Samsung Notebook gekauft, vorinstalliert war Vista Home Premium, zusätzlich noch vier weitere Media Player! Bzw. zwei davon waren zur abspielen von DVDs da.
Dabei kann doch Vista Home Premium von Haus aus DVDs abspielen.

Andreas | Reply

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5/15/2008 5:48:00 PM #

Tja. Was soll ich sagen. Auch XP (oder Linux) mit >2GB flutscht dass es ein Traum ist (auf aktueller Hardware natürlich Wink).

Und meine Kritik richtete sich in erster Linie an die Headline und den Artikel. Hier wird suggeriert dass ausschließlich Zusatzsoftware Perfomance frisst. Und das ist so einfach nicht wahr.

Ein Beispiel: Bist du schon mal über das WinSxS Verzeichnis (Side by Side Installation) gestolpert? Es liegt unter \\Windows und hat je nach Systemkonfiguration eine Größe zwischen 2 und 10 GB (!). Vista legt da für jede Anwendung die benötigten Assembilies und DLL's versionsgenau ab (um die sogenannte DLL-Hell zu vermeiden). Wunderbar.

Fertiggedacht bedeudet das aber, dass jede Anwendung IHRE DLLs und Assemblies lädt. Versionsgenau. Auch wenn es gar nicht nötig wäre. Das ist z.B. ein Grund warum VIEL RAM für VISTA lebensnotwendig ist (und vielleicht wurde Superfetch aufgrund dieses Konzept erst nötig Wink ).

Aber vielleicht irre ich mich auch bzgl. des WinSxS Verzeichnisses. Und das sind nur Backups. Die man allerdings nicht löschen sollte Wink. An die Profis: Wenn ich mit meiner Vermutung total danebenliegen sollte - bitte um Feedback.

Günter | Reply

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5/15/2008 5:48:00 PM #

Super Artikel! Stimmt genau so.

WJ | Reply

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5/15/2008 5:48:00 PM #

Hallo,
von Berufswegen habe ich immer wieder Geräte aus dem Business sowie auch Consumer Segment bei mir auf dem Tisch zum installieren. Hier zumeist Toshiba, IBM  und HP. Dell kenne ich nur aus dem privaten Segment in dem ich aber auch schon Business-Geräte gekauft habe.
Ich muss sagen, am schlimmsten ist und bleibt für mich IBM, obwohl es einige sehr nette Tools mitliefert ist die Preinstall-Variante meist unbrauchbar und eine Zumutung. Da gefällt mir die Installation von HP noch am besten, ist aber auch nicht vergleichbar mit einer frischen Installation. Seitens Dell kann ich hier keine positiven Unterschiede bemerken! Auch eine viel zu vollgestopfte Installation.
Von daher empfehle ich den Kunden immer eine saubere Installation, welche diese auch zumeist durchführen lassen.
Damit ist dann ein schnelles, stabiles und angenehmes arbeiten möglich.
Gruß
Sven

Sven Hildebrandt | Reply

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5/15/2008 5:48:00 PM #

nun ja, ich denke mir der 5-7% cpu idle im durchschnitt kommt davon zustande, da noch viele leute single core cpu´s haben.

ich selbst hatte bis jänner nen single core sempron und mit dem hatte vista bei ner clean install + programme von mir ne cpu idle last von 9-15%! jetzt mit meinem dual core (athlon 64 x2 3800+) liegt die last im idle bei 1-4%. wenn steam läuft sogar 1-7%. aber da single core prozessoren ja noch weit verbreitet sind wundert mich die idle last im durchschnitt nicht.

Marcus | Reply

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5/15/2008 5:48:00 PM #

Ich habe beruflich auch mit Vista Migrationsprojekten zu tun. Erst kürzlich wieder bei einem Kunden: 1x Lenovo, 1x HP: Vista ist so langsam, das können wir unseren Anwendern nicht zumuten! Grrrr....
Setze grade bei einem Kunden 3 Dell Maschinen auf. Trotz gegenteiliger Behauptung des Verkäufers waren McAfee Trial, 9(!) verschiedene Roxio Tools und ein UPnP Server (auf einem Business PC!!!???) Irgendwas mit LiveShares/MediaSpace.
Ausserdem war das Image noch ohne SP1 - obwohl bei der Bestellung Vista Business SP1 angegeben war.
Dazu noch Dell Support Center und die Dinge die wirklich jeder braucht (Flash/Java/AdobeReader)
Aber trotzdem hält sich mein Ärger in Grenzen. Bei einem reinen Hardwarepreis von 300€ für einen Business PC mit 2GB Ram sind die Dinger nämlich sauschnell!!! - Trotz onboard Grafik und Leistungsindex von "nur" 3,3 (ohne Grafik wäre es 4,8).

Fritz F. | Reply

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5/15/2008 5:48:00 PM #

ich kann das ganz nur voll bestätigen
habe erst vor kurzem mein system komplett neu aufgesetzt, ohne den ganzen müll. was mich abgesehen von den ganzen programmen noch genervt hat, war dass ein ganz schöner brocken festplatte durch recovery-mist unbrauchbar ist.
durchgeführt habe ich das ganze im goben mit folgender anleitung: thalex.wordpress.com/.../
netter artikel!

basti | Reply

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5/15/2008 5:48:00 PM #

Leider hat Georg diesen Artikel erst geschrieben _nachdem_ ich meinen schönen neuen Lenovo 3000 konfiguriert/hergerichtet/auf mich angepasst habe... Das ganze Google zeugs und Diskkeeper und was man als Benutzer anscheinen sonst noch braucht hab ich dann mal entfernt, lief irgendwie aber nie so richtig schnell... Jetzt ist das Ding schon schön zugemüllt und „verdreckt“ durch unzählige Versuche was mach mit Vista so alles anstellen könnte.
Neu aufsetzen? Sollte kein Ding sein. Rettungsdatenträger liegen dem Gerät nicht bei, gut bestelle ich sie eben.
Melde ich mich also beim Support und hätte gerne die Vista Ultimate 32bit Datenträger. (Ja es gäbe eine Rettungspartition aber ich habe gerne DVD’s...) Deren Antwort: „In diesem Fall passt leider die S/N nicht zum Geraetetyp.  Fall kann daher nicht eroeffnet werden!“
Bedeutet in diesem Fall das zum Gerätetyp nur Home Premium passt... Ok, auf die Extras kann ich eh verzichten, finde ich lausig. Nun gut, neue aufgesetzt, Vista ist registriert und aktiviert, aber mit welchem Key weiss ich im Moment nicht, derjenige welcher auf dem Laptop klebt kann ich ja nicht eingeben da er für Ultimate ist. Toll, hab ich jetzt zwei Lizenzen bzw. kann irgendwo ein Ultimate installieren *schmunzel*?

Halti | Reply

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5/15/2008 5:48:00 PM #

Hallo,


ich bin nicht allein ;)

Muss mal meine derzeitige Odyssee schildern, auch wenn sie nichts wirklich Neues zur Diskussion beiträgt.... außer Frust ablassen ;)

Ich hab mir vor ein paar Tagen ein Acer Aspire Notebook gekauft, MS Office 07 vorinstalliert, McAffee und 1000 ;) weitere Dinge.
Da die kleine Susi grad noch einen NIS 08 3 Lizenzen zu Hause hatte, dachte sie sich, jepp, den installier ich doch anstatt MCAffee. McAffee deinstalliert, Neustart... Norton installiert und seitdem fährt sich das lustige Ding nicht mehr hoch. Wie spaßig!
Fehlermeldung beim Reparieren beim Hochfahren: Unspezifische Änderungen in der Systemsteuerung....

Die Boot-DVD musste man sich natürlich selbst erstellen, ist also auch der ganze Vorinstallationsmist wieder drauf! Dolle!

Die kleine Susi konnte nicht glauben, dass das System wirklich nur crasht wegen DIESER EINEN DEINSTALLATION....

War hartnäckig und hat neu gebootet, alles lief wieder bis zur Deinstallation...  vorbei war es mit dem Hochfahren...

Ich werde das Gerät jetzt umtauschen und suche mir nun eins (der wenigen "Produkte von der Stange"), das keine vorinstallierte Software hat...

Bin aber sehr frustriert, hat viel Zeit und Mühe gekostet rumzubasteln... ich finde, dass man das grad von PC-Laien nicht verlangen kann, so viel Einblick zu haben...
Müsste man schon vor dem Kauf wissen, zu welchen Problemen das führen kann.

Susi | Reply

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5/15/2008 5:48:00 PM #

Meine beiden Server kommen von Dell. Konnte problemlos ohne OS bestellen. Bin inzwischen sowieso "Dell-Fan". Sehr gute Hardware, sehr guter Support. (Meine Erfahrung)

Und auch bei Laptops und Desktops ist meine erste Aktion schon seit Jahren immer Platte formatieren und OS neu installieren - gleich mit frischen Treibern aus dem Netz. Wobei ja manche Hardwarehersteller (HP z.Bsp.) es einem so schwer wie möglich machen und wenn dann eine Hardwarekomponente den Geist aufgibt am liebsten noch den Support verweigern möchten...

@Maxi: Office 2007 als Crapware bezeichnen ... ?? Nach 60 Tagen muss es eben aktiviert werden - ist doch schon mal nett wenns 60 Tage gratis verwendet werden darf - wer´s nicht kaufen will kanns ja deinstallieren. Aber so sind die Leute halt - wollen schon, aber bitte umsonst. Die Softwareentwickler können ja eins Ihrer Programme essen wenn sie Hunger haben... Wobei natürlich hungernde Microsoft-Softwareentwickler schon eher selten anzutreffen sein werden. ;)

Andreas | Reply

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5/15/2008 5:48:00 PM #

Ich rufe hiermit dazu auf, diesen Artikel zu verbreiten/verlinken(vorausgesetzt Georg ist einverstanden).

Ein wahres Wort, das endlich mal gesprochen werden musste. Danke Georg!

Ich frage mich, wie dem Problem beizukommen ist?

drphysx | Reply

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5/15/2008 5:48:00 PM #

Vielleicht nur eine kurze Anmerkung: Wir beobachten in letzter zeit auch verstärkt den Trend das auch bei Serversystemen mit Trialware "experimentiert" wird - speziell in diesem Umfeld setzen sich dann Performanceprobleme natürlich auch auf die Clients fort.....und MSFT ist dann auch Schuld wenn das abrufen der Exchange Daten extrem lange dauert....

@Zertifizierungen durch MSFT: Jeder Direkte OEM hat eine sogenannte WHQL Zertifizierung nachzuweisen (das ist das Windows Logo auf dem Rechner!) - bei diesem angesprochenen Test ist auch herausgekommen das über 50% der Devices mit den getesteten Images die Zertifizierung nicht mehr bekommen würden.
Diese Learnings werden aus jetziger Sicht ebenfalls in die nächste Generation der Betriebssysteme Einzug halten - mit mehr Flexibilität für die OEM's jedoch mit mehr Qualitätskriterien für die Images.

WernerH | Reply

>

5/15/2008 5:48:00 PM #

Hi,

Ich weiß nicht ob Du die Kommentare zu diesem älteren Artikel noch liest ...

"Angeblich ist Dell vernünftig. [Meinung dazu bitte als Kommentar]."
Bitte meine Meinung:

Ich habe knapp nachdem Vista herausgekommen ist einen Dell Inspiron gekauft, und zwar weil er eine für einen Laptop ziemlich flotte Grafikkarte hat (zu damaligen Verhältnissen, eine NVIDIA 7900 oder so heißt die), und ich hatte Lust auf ein mobiles Spiel- und auch Arbeitsgerät. Kurz darauf hat ein Freund von mir denselben Laptop gekauft.

Also erstmal war da ein McAfee in so ner Starter/Demoversion drauf, der hat für Bluescreens gesorgt. Nach Deinstallation waren die Bluescreens weg (ich hab da auch im Google was dazu gefunden gehabt, weiß die Adresse nicht mehr).

Dann ist da auch so ein Dell Support Center was ständig aufpoppt und mich mit Dingen nervt (noch keine Zeit gehabt das Teil runterzuhauen), weiters war ein Roxio (glaube ich? bin nicht ganz sicher) Brennprogramm oben was mit seinen Diensten für extreme Verlangsamung gesorgt hat.

Das größte war aber der Grafikkartentreiber. Du weißt vielleicht dass die Laptophersteller nicht erlauben dass die Chiphersteller für die Laptops Grafikkarten direkt Treiber rausbringen, daher ist der Grafikkartentreiber nur über den Hersteller zu beziehen. Das Problem war: Das teil hat geflackert. Und zwar besonders gerne wenn man zwischen Applikationen hin und her gewechselt hat, hat der gesamte Bildschirm geflackert. Auf meinem Notebook hab ichs nach ewigem Gesuche hinbekommen mit den Tricks auf http://www.laptopvideo2go.com/ einen aktuellen Treiber von Nvidia einzuspielen, weil von Dell war nichts neueres bzw. funktionierendes zu bekommen. Bei dem Freund von mir hab ichs dann überhaupt nicht hingebracht, auch die Tricks auf der Seite haben mich den Treiber nicht mehr richtig installieren lassen, da war auch schon eine neue Version vom Treiber (von Nvidia, nicht von Dell) draußen die nicht mehr so kompatibel war. Nach ewigem (und wirklich vielen Stunden Arbeit) hin und her haben wir auf diesen Rechner dann XP aufgespielt.

Ich selber habe noch das Vista oben. Was mir auffällt, ist dass das System hoch- und herunterfahren *extremst* lang dauert. Also bei nem NB zum Glück nicht ganz so wichtig, aber wenn man den Rechner mal neu starten muss kann man gleich auf 2-3 Kaffee gehen, das ist kein Witz, leider. Ich habe leider nicht Zeit mich damit so auseinanderzusetzen, das ist sicherlich irgendwie hinzubekommen, da ist mit Sicherheit noch genügend Müll oben, weil auf meinem Stand PC ist als Dual-Boot ein Clean Vista oben und das performt zwar nicht so gut wie das XP aber immerhin annehmbar bis gut (und ungefähr 5-10x besser als das auf dem NB). Aber ich müsste mich da richtig hineinknien oder ein Clean Install durchführen (natürlich ist auch keine Install-CD dabei nur so ne Reparaturpartition) und dafür fehlt mir die Zeit, v.a. weil ich einiges an Software auch neu installieren müsste (und diverse Spiele aus dem Steam neu laden oder vorher wegsichern).

Ich gebe da nicht (ausschließlich) Vista die Schuld, das hat sicherlich Dell verbockt. Aber dafür dass das Teil immerhin einen Intel Dual Core Prozessor  und 2GB Ram hat und immerhin in der Konfig ~1700€ gekostet hat, ist es sowas von Arschlahm, dass ich mich immer wieder darüber ärgere.

So, soweit meine Info zu dem Thema als "betroffener".

Parkschwein | Reply

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5/15/2008 5:48:00 PM #

Du schreibst genau über das, das sich alle geplagten Sony Vaio Besitzer denken! Runter mit dem Mist - braucht ja e keiner ( bei vielen Programmen wusste ich ja nicht mal was die überhaupt können bzw zu was die gut sind - anleitung / beschreibung der Programme ist ja nicht dabei )!

Fritz | Reply

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5/15/2008 5:48:00 PM #

Genau wegen solchen kritischen Artikel besuche ich vistablog.at Wink

Philipp | Reply

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5/15/2008 5:48:00 PM #

nun ja ich finde bei 2-3% last als mittelwert im idle nichts schlimm. vista läuft bei mir performanter als xp. auch in verbindung mit spielen oder beim kopieren. hab ne konstante transferrate beim kopieren von 60-70MB und das ist mehr als ausreichend. das die cpu so minimal dauerbelastet ist, sofern man 2-3% "last" nennen kann, stört ja nicht.

zumal es ja nur pendelt. z.B wenn steam läuft schlägt die cpu ab und zu bis auf 7% aus, aber nicht konstant. 0% wird auch ab und zu angezeigt ;)

außerdem optimiert sich vista ja im idle von selbst (superfetch, defrag etc) von daher ist die last auch zu erklären. bis auf steam, das ist die schuld von valve ;)

Marcus | Reply

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5/15/2008 5:48:00 PM #

Georg, diese Worte könnten auch von mir kommen... der ganze, vorinstallierte Müll ist einfach eine Frechheit - und dann auch noch Geld dafür verlangen, wenn man den "Müll" nicht haben will? Wahnsinn...

Georg Binder | Reply

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5/15/2008 5:48:00 PM #

Hm dann müsste mir jemand mal das Anytime Upgrade erklären, weil in meiner Systemsteuerung kann das Ding eigentlich nichts ausser mich auf den Shop von Microsoft verweisen.

Halti | Reply

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5/15/2008 5:48:00 PM #

Dem kann ich absolut nicht beipflichten. Die Performance von Vista - und ich hoffe wir sprechen jetzt hier nur von "aktueller" Hardware mit >=2GB Ram ist mehr als nur berauschend.
Dank Superfetch starten Programme in Sekundenbruchteilen, die Responsiveness ist hervorragend und auch in allen anderen Bereichen (Gaming, File-Copy Performance...) ist Vista schneller als XP oder wenigstens gleichauf.
Ich bin wie gesagt gerade bei einem Kunden wo ich 300€ Dell Business PC's aufsetze - das flutscht nur so dass es ein Traum ist!

Fritz F. | Reply

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5/15/2008 5:48:00 PM #

bis zu 7% (bzw. 4%) Idle Last als NORMAL zu deklarieren ist aber mutig von dir. Diese Leidensfähigkeit hätte ich auch gerne.

Guenter | Reply

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5/15/2008 5:48:00 PM #

In der Tat ist die VORINSTALLATION recht unangenehm: Symantec-Geraffel und wirklich alle erdenklichen Lenovo-Tools.

ABER: Schon mal die Produktwiederherstellung versucht? Seit Lenovo hierfür Windows PE 2.0 einsetzt, kann man dann nämlich setztentscheiden, WELCHEN (und ob überhaupt) Schrott man haben will. Da kann man wirklich alles abwählen, sogar die ganzen Lenovo-Programme. Aber auf Access Connection, Energie-Manager, Präsentationsdirektor, Tastaturanpassung und System Update will ich persönlich nicht verzichten... Das impliziert auch, dass ich bei Lenovo bleiben werde *g*.

Mario Schmidt | Reply

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5/15/2008 5:48:00 PM #

und was hat das mit dem speed von vista zutun? mein winsxs ordner is knapp 5gb groß und vista is in jedem belangen schneller als xp (gleiches system)

vorinstallierter müll (auch bei XP) macht den rechner langsamer - das ist fakt und aus diesem grund kann man die überschrift auch lassen

freund | Reply

>

5/15/2008 5:48:00 PM #

Hallo Susi!

Danke für das Feedback. Ich leite genau diesen Kommentar jetzt 1:1 weiter.

lg
georg

Georg Binder | Reply

>

5/15/2008 5:48:00 PM #

hello!

durch das anytime upgrade solltest du ultimate (mit deinem key) nachinstallieren können - oder liege ich da falsch?

Georg Binder | Reply

>

5/15/2008 5:48:00 PM #

Den Vogel hat für mich Samsung abgeschossen. Dessen Recovery CD hat das 2. mal benutzen nicht durchgehalten (wie brennen die die Dinger?) und als ich eine neue erbat, empfahlen sie mir, einfach XP zu installieren.

Dank Bart PE bekam ich aber Vista wieder zu laufen. So konnte ich auf die Recovery Platte zugreifen. Aber: Wenn ich Vista nochmal neu aufsetzen müsste, würde ich mir eine neue Vista Lizenz kaufen.

Mys | Reply

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5/15/2008 5:48:00 PM #

.. ich würds einfach mal probieren.

Grogoth | Reply

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5/15/2008 5:48:00 PM #

Guter Artikel - Kompliment, stimmt zu 100%.

Aber Du hast eine sehr einseitige Sichtweise.

Die Überschrift und der Artikel suggerieren, dass NUR die Zusatzsoftware schuld ist. Und da stimme ich definitiv NICHT zu.

Die Performance von VISTA ist einfach nicht berauschend. Und das liegt zu einem (Groß)Teil am Design bzw. Konzept des ganzen OS - bzw. der Komponenten die MS als Teil des OS mitliefert.

Schönes WE

Günter | Reply

>

5/15/2008 5:48:00 PM #

Die Hersteller installieren auch Crapware von Microsoft, 30 60 oder waswasich Tage Version von Office 2007. Reihenweise rufen mich Freunde und Bekannte nach Ablauf der Testphase an und fragen was nun ? Na kaufen sag ich, wenn Microsoft dann brav zahlen.

Maxi | Reply

>

5/15/2008 5:48:00 PM #

Übrigens: Bei Lenovo kann man beim Recovery den ganzen Mist abwählen und erhält so eine sehr cleane Vorinstallation. Viele der Lenovo-eigenen Programme sind aber auch recht nützlich!

Mario Schmidt | Reply

>

5/15/2008 5:48:00 PM #

Das ist einer der Gründe, warum ich die Hardware selbst aussuche, kaufe, zusammenstelle und das OS installiere. Nicht nur Privat. Dank RIS/WDS ist das auch keine allzu langwierige Aufgabe...

Von DELL hatte ich von (Firmen) Partnern schon gutes gehört. Also das dort weniger Schrott bei den Client Business PC's drauf ist. Selber kann ich das (noch) nicht überprüfen.

Das es XP auch betrifft ist richtig, jedoch ist es nach Meinung nach besonders schlimm bei Vista. Wahrscheinlich dadurch, dass die Architektur neu ist und viele Hardwarehersteller ganz einfach (zu) alte Software oder noch schlimmer Treiber vorinstallieren.

Da freut es wenn man wo zur Hilfe ist und einen standardmäßigen, vorinstallierten Treiber vorfindet, der nicht Vista kompatibel ist, dazu auch noch ca. ein Jahr alt ist und als Bonus einen bekannten Bug (=Blue Screen) inkludiert hat.

mfg, Reisenhofer

Reisenhofer Andreas | Reply

>

5/15/2008 5:48:00 PM #

Hallo,

ich habe gerade wieder genau so ein Extrem auf dem Tisch, nennt sich Lenovo T61! Davon ganz ab das ich erst einmal ein recovery fahren musste damit das Preinstall auch läuft hat es nun knapp 3h gedauert bis er fertig installiert war.
Gut das der Kunde die Wartezeit hier nicht zahlen muss....
Wenn ich jetzt noch die Updates von Lenovo durchführen lassen hat er auch noch mal knapp 1GB zu aktualisieren weil das Image so veraltet ist....
Gruß
Sven

Sven Hildebrandt | Reply

>

5/15/2008 5:48:00 PM #

das hört sich ja alles richtig an und ich verzweifle auch an meinem neuen Sony vaio, aber woher weiß ich als Extrem Laie, was und wie ich das dann runterwerfen kann?Gibt es eine Seite, wo ich Tips bekommen kann?

katrin | Reply

>

5/15/2008 5:48:00 PM #

Klar les ich das und ich mach wieder ein Stricherl zu der Liste: "Kunden, wo die Vorinstallation absolut Müll ist und denen eine Clean Install DVD geholfen hätte".

Meine längste Liste. Echt ärgerlich.

Georg Binder | Reply

>

5/15/2008 5:48:00 PM #

Microsoft ist aber auch nicht ganz unschuldig. Es treibt Firmen dazu statt sauberen Volumenslizenzmedien OEM Preinstalls einzusetzen weil es in den Volumslizenzprogrammen nur Updates gibt, mit OEM aber kein Re-Imaging. Immer weniger Kunden sind bereit ihre Windows Lizenzen doppelt zu bezahlen. (Einmal beim OEM, dann noch einmal mit ihrem Open/Select/EA Vertrag).
Der zweite Fehler: Wieso bietet Microsoft nicht einfach saubere Datenträger zum Download an? Die Datenträger sind ohne Schlüssel sowieso wertlos! Und wer wirklich illegal unterwegs ist findet die Images sowieso in den Tauschbörsen.

Benjamin E. | Reply

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