Es ist mir schon einmal übel aufgestoßen, wer auch nur irgendeine Apple Komponente installiert hat, der läuft Gefahr bei einem einfachen Software-Aktualisierungs-Dialog weitere - und eventuell unerwünschte - Software zu installieren.
Der folgende Screenshot zeigt, was mir das Update für Quicktime anbietet. Wohlgemerkt: weder habe ich ITunes, noch Safari installiert:
Dazu folgende Punkte:
- Ein Update soll updaten und nicht neue Software installieren.
- Der Standard-Wert bei ITunes und Safari MUSS "nicht angehakerlt" sein. Werbung für die eigene Software... von mir aus, aber nicht aktiviert!
- Software sollte wissentlich installiert werden, siehe Brain.exe. Wenn ich einen neuen Browser haben will, dann lade ich mir einen solchen herunter.
Der Dialog ist damit auch falsch: es steht dort "Wählen Sie die zu installierenden Objekte aus", tatsächlich muss man die Dinge auswählen, die man nicht haben möchte.
Klar, natürlich kann (muss/sollte) der Benutzer den Dialog auch lesen, aber:
- Nicht die Macht von "Defaults" unterschätzen, für viele Benutzer sind Voreinstellungen auch die einzigen Einstellungen! (siehe z.B. Power of Defaults)
- Apple unterminiert damit das Vertrauen in automatische Updates und legt hier eigentlich ein Verhalten an den Tag, wie ... nun, wäre es nicht Apple, dann würde man das schlicht als Malware bezeichnen, ein Installations-Verhalten wie man es eben von Spyware, Adware oder ähnlicher Schadsoftware gewohnt ist indem man dem Benutzer etwas unterschiebt, in dem man "hofft", dass der Benutzer eh nicht mitbekommt, was gerade passiert.
Tipp für Apple: Ich glaube Microsoft wählt hier einen besseren Weg: Sicherheitsupdates sind "Kritisch" und automatisch ausgewählt. Andere "Updates" oder Angebote sind "empfohlen" und können zwar genauso auf einen Rutsch installiert werden, aber sind deutlich getrennt von den sicherheitskritischen "Muss-man-installieren"-Updates. Nicht sonderlich schwer umzusetzen - es sei denn man will das genau nicht, weil man den Benutzer eben bewusst täuschen will.
Zu der ganzen Diskussion siehe auch:
Wer Browser ausprobieren will, gerne, und das kann man auch ganz bewusst machen, ohne dass einem ein Updater etwas unterjubelt (was so auch nicht ganz stimmt, Stichwort "Toolbars",...):
Meine Handlung nach dieser Aktion: Quicktime deinstalliert. Sollte ich es wieder mal brauche: gibt ja auch alternative Codecs.
PS: Nur der Vollständigkeit halber: das ist keine Kritik an dem Browser Safari oder ITunes, sondern nur an einer - meiner Meinung nach - ganz, ganz, ganz falschen und gefährlichen Politik von Apple. Ich verstehe auch, dass sie die Installationsbasis von Safari vergrößern wollen, immerhin wird sogar unter MacOS X mehr Firefox als Safari genutzt.
PPS: Sollten andere Firmen in der Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft ähnlich Unterjubelungsaktionen gemacht haben oder machen, dann ist das auch nicht ok. Das inkludiert selbstverständlich Microsoft.