Wie mehrere Medien berichten (
Heise,
Futurezone) oder in Foren diskutiert wird (
WinFuture.de Forum) hat die Free Software Foundation (FSF) eine Kampagne gegen Vista gestartet:
BadVista.
Der Hauptvorwurf: "Einsatz digitaler Rechteverwaltung (DRM) und die Unterstützung des Trusted Computing"
Persönliche Meinung:Ich finde es prinzipliell gut, wenn man sich kritisch mit einem Thema auseinandersetzt. Das gibt auch einem Hersteller wie Microsoft die Möglichkeit "besser" zu werden - in jeder Hinsicht.
ABER: Bitte mit Fakten.Fakt ist: Der Administrator ist auch unter Vista immer Herr über seine Maschine. Fakt ist aber auch, dass in gemanagten Umgebungen (Firmennetzwerke) Vista (leichter als XP, wo das ja prinzipiell auch ging) abgeschottet werden kann. Und das ist auch gut so, denn vielleicht mag man nicht, dass Mitarbeiter sich selbst Programme installieren oder sensible Daten auf Wechselmedien kopieren um nur zwei Beispiele zu nennen. Allerdings legt dann die Firma die Nutzung des Computers fest, natürlich nicht der Hersteller. Den Privat-Benutzer trifft das überhaupt nicht (naja, vielleicht mit den Jugendschutzeinstellungen den minderjährigen Nachwuchs, wenn die Eltern das neueste Metzelspiel zu den verboteten Programmen hinzugefügt haben,..)Fakt DRM: Bezüglich Digital Rights Management: es gibt Technolgien in Vista (geschützter Sound und Videopfad), die ein Abgreifen von BluRay oder HD-DVD Streams verhindern sollen. Böse? Kommt drauf an, Microsoft hat hier zwei Möglichkeiten: entweder das Betriebssystem (egal welches! gilt auch für Linux, MacOSX,...) spielt überhaupt keine HD-DVD oder BluRay, oder man implementiert eine Basis, damit der Kopierschutz sichergestellt ist.
Technische Information stellt Microsoft bereit.BluRay und HD-DVD sehen vor, dass nur zertifizierte Playersoftware Filme wiedergeben können. Sollte ein Player gecrackt werden (auch z.B. eine spezielle Firmware für Standalone Player!!!), dann wird das Gerät in die Sperrliste eingetragen (die auf jeder Disc drauf ist) ... legt man dann eine solche in seinen Player ein - wird der gesperrt.Nochmal: das ist kein Vista Thema, sondern ein BluRay & HD-DVD Thema. So wie es aussieht wird Vista allerdings das einzige Betriebssystem sein, das geschützte, kommerzielle HD-Filme überhaupt abspielen kann. Das Rippen von CDs, DVDs, und ähnliche Spielereien ist technisch natürlich weiterhin möglich,...Nächstes Thema,
Trusted Platform Module (TPM). Der TPM Chip, der zumeist auf der Hauptplatine eines Computers sitzt, einhält keine böse Überwachungssoftware sondern lediglich ein privates Zertifikat. Der TPM Chip kommt derzeit in Vista (jedenfalls fällt mir ad hoc nicht mehr ein) lediglich bei einer einzigen Anwendung zum tragen: BitLocker Drive Encryption. Damit kann man die Festplatte verschlüsseln - warum das böse sein soll, muss man mir bitte erst erklären (Anmerkung: böse ist das nur für jemanden, der z.B. einen Laptop stielt um an die Daten zu kommen - Pech gehabt).
Fazit: Ich werde BadVista weiter im Auge behalten, und auf Wunsch auf einzelne technische Themen (wenn sie mal genauer angesprochen werden) eingehen, aus den üblichen Religionskriegen halte ich mich 'raus.