4 GB RAM mit Windows Vista

von Georg Binder 19. August 2007 22:09

Gerade, wo die RAM Preise ziemlich im Keller sind, erliegen doch einige der Versuchung und tun gleich mal 4 GByte RAM in ihren Rechner ..., und wundern sich, dass ihnen in Windows Vista nur etwas mehr als 3 GByte angezeigt werden. Was ist da passiert? Kann Vista nicht mehr verwalten?

Die Antwort ist: eigentlich schon, aber,...(Schamlos kopiert von hier.)

Da das BIOS nicht weiß, ob ein 32-bit oder 64-bit Betriebsystem gebootet wird, startet es immer im 32-bit Mode. Darin stehen maximal 4 GB addressierbarer Speicher zur Verfügung. Deshalb müssen alle Memory- und Device-Adressräume unterhalb der 4 GB-Grenze eingeblendet werden. Wenn man nun >2 GB physikalischen Hauptspeicher einbaut, dann kommt es zum Ressourcenkoflikt zwischen physikalischem Hauptspeicher und den Device-Adressräumen.

Die meisten BIOS-Versionen lösen das Problem in der Form, dass sie ein Speicherloch unterhalb der 4 GB-Grenze einfügen. Dieses Loch wird auch als PCI-Loch (PCI Hole) bezeichnet. Der Speicher, den dieses Loch belegt, kann von keinem Betriebsystem angesteuert werden. Dadurch bleiben ~512 MB bis ~1.5 GB RAM ungenutzt. Es ist dabei unabhängig, ob es sich um ein 32-bit oder 64-bit OS handelt.

Merke: das ist OS unabhängig! Es gibt zwar einen Weg, mehr Speicher nutzbar zu machen, aber verkürzt gesagt: besser bleiben lassen, PAE / Memory Remapping führt oft zu mehr Problemen, als es "das bisschen" RAM wert ist.

Wie kann man nun die vollen 4 GB nutzen?

Windows kann prinzipiell den Hauptspeicher, der durch die Verlagerung zur Umgehung des PCI-Lochs oberhalb von 4 GB angesprochen werden kann, unterhalb der 4GB-Grenze einblenden. 

  1. Kann die verwendete Windows-Version Speicher oberhalb von 4GB ansprechen?
    Die Antwort lautet nein für 32-bit und ja für 64-bit.
  2. Kann der Prozessor Speicher oberhalb von 4 GB ansprechen?
    Bei aktuellen Modellen besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Speicher oberhalb von 4 GB angesprochen werden kann. Bei AMD64 und EM64T ist die Unterstützung zum Beispiel gegeben.
  3. Erlaubt der Chipsatz Memory Remapping und ist die Funktion im BIOS konfigurierbar?
    Die allermeisten Chipsätze können das nicht. Deswegen hilft auf der Umstieg auf ein 64-bit Betriebsystem nicht weiter.

Fazit: Nur aktueller Chipsatz/Prozessor und 64 Bit Windows ermöglichen 4 GB RAM (und mehr).

Quellen:

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Comments (1) -

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8/19/2007 10:09:00 PM #

Irgendwie ist das seltsam mit dem Speicher unter Windows. Consumer PC habe ja bereits mindestens 512 MB, oft aber bereits 1 GB und in Verbindung mit Vista werden oft 2 GB empfohlen. Ich setze auf einem PC mit Windows XP 1 GB RAM ein, und der PC kommt mit 94 Prozessen und Programmen wie Thunderbird, Firefox, Skype, ICQ, Bittorrent, iTunes, einem weiteren Download Tool, Nod32 - alles im Grund wenig Programm auch auf 1 GB zugesicherten Speicher. Ich habe den PC allerdings seit 4 Jahren noch nie neu aufgesetzt.

Was machen aber User die Photoshop oder Video-Bearbeitungssoftware nützen? Kommen die mit der 3 GB Grenze aus - allein von den Speicherkosten könnten solche User ja auch locker 8 GB verwenden.

Adalbert Duda | Reply

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