Ich bin persönlich der Meinung, dass der unrechtmäßige Bezug von Filmen oder Musik nicht zu fördern ist. Und wenn jemand Microsoft Software kopiert, dann möge ihn ohnehin sofort der Blitz treffen.
Ich bin auch der Meinung, dass Zensur, Beschränkung der Meinungsfreiheit, Internetfilter, Totalüberwachung der falsche Weg sind. Und privaten Organisationen (“Rechteinhaber”) die Macht zu geben, ohne richterlichen Beschluss ungeliebte Inhalte aus dem Netz nehmen zu lassen, ist … nun wie nennt man denn so etwas eigentlich?
Kurzfassung: ACTA zwingt Provider, für die Handlungen ihrer User die Verantwortung (Haftung) zu übernehmen. Schützen können sich die Provider also nur durch eine … Totalüberwachung der Benutzer.
Bei allem Verständnis für Rechteinhaber: der Eingriff in die Grundrechte, den Datenschutz, die Privatsphäre stehen in keinem Verhältnis zu einem kopierten Lied. Es hat halt schon seinen Sinn gehabt, warum es ein Briefgeheimnis gibt. Und nur weil der Brief nun digital ist, braucht man die rechtstaatlichen Prinzipien nicht aufgeben.
Auch ohne Vorratsdatenspeicherung, SOPA/PIPA oder ACTA kann man offenbar Megaupload und Konsorten stillegen. Leider kommt man als “Normal-Bürger” gar nicht mit den Protesten nach, der österreichische Ministerrat hat bereits unterzeichnet. Schön, dass Bürger-Überwachung so schnell funktioniert, während man bei den eigenen Untersuchungsausschüssen (z.B. Korruption) es ja nicht so eilig hat.
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