Volumenlizenzen sind Upgrades

von Georg Binder 21. December 2009 08:00

Kristian ist der Meinung, dass in Volumenlizenzverträgen Vollversionen des Betriebssystems enthalten sind:

Hmmm - mag Dich ja nur ungern korrigieren aber Volumenlizenzen (ob OpenLicense oder Select) beinhalten die Vollversionen... Gibts zwar erst ab einem gewissen Stückvolumen (daher auch Volumenlizenz) Dafür kriegst auch den Datenträger nur gegen Aufpreis ;)
www.microsoft.com/.../volume_licensing.mspx
Also ich glaub das Eis auf dem der IT Leiter steht is ned so dünn wie geglaubt

Das ist zwar öfters zu hören, alleine in den letzten Wochen war ich bei einigen Kunden, die mir das so auch erzählt haben. Ist trotzdem falsch. Das Eis ist also nicht dünn, sondern trotz der momentanen Temperaturen schlicht nicht vorhanden.

Für Volumenlizenzen gilt: es sind ausschließlich und egal unter welchem der Lizenzverträge – Upgrades.

The desktop operating system licenses granted under these programs are upgrade licenses only. Full desktop operating system licenses are not available under these programs. Therefore, each desktop for which you acquire and on which you will run the Windows 7 Professional Upgrade must be licensed to run one of the qualifying operating systems identified below.

Quelle: http://www.microsoftvolumelicensing.com/userights/ProductPage.aspx?pid=232

Hat man also die entsprechende Basislizenz nicht, dann ist man schlicht nicht lizenziert – was teuer (*sehr* teuer) werden kann. Dafür allerdings gelten als andere Regeln als im Consumer/FPP Bereich, wann was als Upgrade Basis gilt (z.B. gilt für Select auch Windows 2000 oder Mac,…) bzw. was die Downgrade Rights betrifft.

Wozu Volumenslizenzierung?
Darüber kann man lange schreiben, aber verkürzt hier zwei Gründe:

  • Windows 7 Enterprise Version mit Software Assurance
  • Reimaging Recht. Ein OEM/SB System darf nicht reimaged werden, dieses Recht ist den Volumenslizenzen vorbehalten. Also jeder, der ein Deployment mittels Image oder WDS macht, braucht automatisch einen Volumenslizenzvertrag.

Aber ich benutze doch gar nicht WDS zum Reimaging/Deployment, sondern XY…
Was ja nix an den Product Use Rights ändert… dafür darf keine FPP/OEM/SB Version genommen werden.

Zahlt es sich aus, Rechner ohne Windows zu kaufen?
Selten ;) Einerseits muss man ja die Basislizenz dann als Systembuilder nachkaufen, und das ist teurer als OEM. Und viel heftiger: den Geräten fehlt im BIOS auch ein Marker, der aussagt, dass dieses Gerät mit Windows ausgeliefert wurde (ACPI_SLIC).  Damit würde die Aktivierung von Volumenslizenzen fehlschlagen,… viel Spaß damit. Zahlt es sich also aus? Ja, aber nur dann wenn man keine Volumenlizenz einsetzt (oder natürlich: kein Windows), kein Reimaging macht, keine Enterprise Version braucht,… also reden wird da von einer Landschaft, wo relativ wenige Clients unverwaltet existieren.

Aber das ist ja teuer?!
Willkommen bei Microsoft. Nein, im Ernst, die Diskussion, dass man ja dann Windows quasi 2x kauft, hört man oft. Ich finde es recht unspektakulär, denn mehr Geld = mehr Leistung, so ist es ja andernorts auch. Wenn man auf Reimaging, MUI, und diverse andere Dinge verzichten kann, dann wird man immer günstiger fahren, wenn man OEM Software einsetzt. Braucht man die Rechte oder Funktionen, dann muss man dafür zahlen.

Dennoch gibt es immer wieder Fälle, wo gute Beratung, die eine oder andere “Möglichkeit” ausschöpfen hilft.

Da zitiere ich Tom:

Es sollte dennoch darauf verwiesen werden, dass Enterprise Kunden und alle mit Volumenslizenzverträgen bei Unklarheiten zum Thema Upgrade ihren lokalen MS Lizenz Guru kontaktieren sollten, …

So ist es. Und da ich kein Lizenz-Guru bin, spiegelt auch dieser Beitrag nur meine persönliche Meinung wieder.

Comments

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12/21/2009 9:59:25 AM #

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12/21/2009 11:21:32 AM #

Mit einem Volumenlizenzvertrag hat man seit dem 6. 12. auch eine gute Lizenzverwaltung über MVLS (sofern sie irgendwann funktionieren sollte)

MJR Austria | Reply

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12/21/2009 12:21:51 PM #

Wobei der lokale MS Lizenz - Guru auch in einigen Fällen sehr widersprüchliches von sich gibt wens um Reimaging, Deployment und OEM/Systembuilder Geschichten geht Smile

Maik Austria | Reply

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12/21/2009 3:43:10 PM #

Hi Georg,

danke fürs Zitat ;). Willst du nicht doch eventuell den Teil "Willkommen bei Microsoft." so gekonnt durchstreichen wie du das sonst doch immer machst? Laughing Das wäre sehr hilfreich für Leute, die es immer wieder versuchen zu erklären, und diesen Punkt dabei zur Leistung relativieren wollen. Mich z.B. ;)
Aber du hast recht, manche Situationen höre ich mir an, und sage dann auch klar, "bleib bei OEM". Wie überall im Leben "it depends".

@Maik: Bei den lokalen MS Lizenz - Gurus wird es auch immer besser, man muss bedenken, dass es doch ein ausgesprochen komplexes Thema ist, und es das Ganze erst seit Vista gibt. Dazu noch ein bisschen Personalfluktuation.... aber meiner Erfahrung nach kennen die sich schon langsam aus. Witzig wirds nur immer noch, wenn man die technische Seite & Umsetzung dann mit einbringt - da gehen die Ausserungen wieder ausseinander.

Tom Austria | Reply

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12/21/2009 4:09:54 PM #

Wie ich vom einem Lizenz-Spezialisten gehört habe sind einige große österreichischen Volume Lizenz Mircosoft Kunden nicht dieser Ansicht.
Und Microsoft hat sich anscheinend auch noch nicht getraut diese zu verklagen.
Einer soll sogar die OEM Pickerln von den alten Computer mit der Blechschere ausgeschnitten und auf die neuen PC's genietet haben.

Gebe es vielleicht ein ähnliches Urteil wie mit der OEM-Gschicht ?!

maxi Austria | Reply

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12/21/2009 5:17:09 PM #

Also die Lösung mit der Blechschere find ich echt genial! Wenn die Arbeitszeit nichts kostet... sonst ist man wahrscheinlich günstiger mit neuen OEM Lizenzen. Theorethisch ist die COA + Kaufbeleg ausreichend, damit man die OEM Lizenz auf den neuen Rechner übertragen darf. Leider sieht das technisch ganz anderst aus, da der KMS den PC immer noch als ohne OEM sieht, und ihn nicht aktiviert. Das wiederum bedeutet, dass ich diese Rechner dann etwas umständlicher mit MAK aktivieren muss. Was wiederum Arbeitszeit kostet.

LG Tom

Tom Austria | Reply

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12/21/2009 5:46:44 PM #

Die Blechscherengeschichte habe ich auch schon gehört, wär interessant ob die *wirklich* wahr ist. Gut, wenn Arbeitszeit nichts kostet, man die rechtlichen Risiken, die mit solchen Aktionen verbunden sind auch in Kauf nimmt, einzeln mit MAK aktivieren will,... warum nicht.

Georg Binder Austria | Reply

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12/21/2009 6:42:29 PM #

Kann ich mir gut vorstellen, daß dies tatsächlich wer macht. In Deutschland haben sie ja auch massenhaft die CoA Labels mit nem Fön und Messer abgelöst um sie dann mit gefälschten Windows CDs zu verkaufen. Der Arbeitsaufwand war sicher auch nicht geringer als ne echte Lizenz mit der Blechschere zu lösen Laughing

wer im Glashaus sitzt... Germany | Reply

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12/26/2009 6:06:51 PM #

Wenn ich das mit dem Windows Marker richtig verstehe bedeutet diese Erfindung einen groben Nachteil für alle kleinere PC Assemblierer da diese nicht in der Lage sind das ACPI_SLIC im BIOS zu setzen und demnach KMS fähige PCs zu liefern. Auch wenn Sie Ihre PCs brav mit einer Windows 7 System Builder Lizenz ausstatten. Ich verkaufe selber PCs mit Intel Mainboards und wüßte nicht wie ich das ACPI_SLIC beschreiben könnte.
Wenn jemand mehr darüber wüsste würde es mich sehr interessieren.

Stefan K Austria | Reply

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1/7/2010 6:41:16 PM #

www.microsoft.com/.../...pgrade-auf-windows-7.mspx

Gibt es unter Volumenlizenzprogrammen auch Vollversionen?
Unter allen Volumenlizenzprogrammen sind Windows Desktop-Betriebssysteme ausschließlich als Upgrade verfügbar.

da steht es auch nochmal

blafasel Germany | Reply

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