Ein Blog rund um Microsoft Windows und allem, was sonst noch so anfällt...

Bye bye Exchange

von Georg Binder 13. December 2009 18:30

Eigentlich müsste ich sagen, tschüss “Small Business Server”. Er hat mir gute Dienste geleistet, seit 2004 im Einsatz, eigentlich als Testinstallation gedacht,… die Sicherung hab ich nie getestet (und auch sonst ein So-bitte-nicht-Beispiel). Auto-Updates ein und gut war’s. Ja, mittlerweile geht er nicht mehr so toll, nach einem Reboot muss ich Hand anlegen, sonst kommt er nicht vollständig hoch, einer der Lüfter macht seltsame Geräusche (Kugellager kaputt), der Exchange Store muss auch alle paar Monate mal repariert werden… Doch so betreibt man keinen Server und nachdem sich mein Business von 2004 auch geändert hat (sagen wir’s so: Nicht funktionierendes Mail kann ich mir nicht leisten) musste da eine Änderung her. Außerdem ging mir OWA 2003 auch schon ziemlich auf den Geist. Und hier war die Frage: Wozu soll ich einen eigenen Exchange betreiben?  

Es gibt ja mittlerweile auch die “Cloud Services” - auch Wolke genannt - d.h. man verlagert gewisse Dinge einfach aus seinem Besenkammerl (Serverraum, Microsoft Terminologie “on premise”) weg zu einem Anbieter, der sich um die ganzen Niederungen des Serverbetriebs kümmern darf. Und genau das habe ich gemacht. Mein Small Business Server wird eingemottet. Ersetzt durch die Microsoft Online Services und einen Windows Home Server :)

Wie der Zufall so will, sitze ich letzte Woche mit einem Kunden zusammen - dem ich hiermit diesen Artikel widme :) Eigentlich ging es ja um Windows 7, aber im Gespräch haben sich einige andere Fragestellungen ergeben. Der Kunde plant einen eigenen Exchange anzuschaffen und zu betreiben, bisher liegen die Mails beim Provider. Prinzipell: super, go for it.

Allerdings,… wie so oft bei Anschaffungen,… der Betrieb eines doch einigermaßen komplexen Dienstes wie Exchange ist ja nicht unbedingt wartungsfrei.

Hier einige Fragestellungen:

  • Know How im Unternehmen vorhanden? Kann ich denn selber den Aufwand von den Ressourcen her abdecken oder muss ich dann sowieso die Wartung auslagern?
  • Ausfallsicherheit? Mit einem Server ist es ja nicht getan. Kann ich noch kommunizieren, wenn der Server down ist? Steht ein Ausfallsserver bereit? Kann der eigene Server im Keller in puncto Ausfallsicherheit mit den redundanten Rechenzentren von Microsoft konkurrieren?
  • Strom? Der ist auch nicht gratis, wird bei der Neuanschaffung gerade bei kleineren Unternehmen aber meist gar nicht berechnet. Eigentlich komisch, denn gerade dort fallen ein paar hundert EUR mehr Stromkosten überhaupt auf. Wenn man ein eigenes Rechenzentrum betreibt, dann wird das mit kalkuliert, für kleinere Unternehmen steht das selten mit am Angebot, denn das wird ja nicht “angeboten” sondern kommt aus der Steckdose,…
  • Patches und Service Packs? Wer spielt die ein, welche Aufwände fallen da an, bzw. kann ich die (siehe Frage nach dem Know How) selbst zuverlässig abdecken oder kommt da auch wieder der externe Dienstleister?
  • Versionswechsel? Annahme es kommt ein neue Version der Software. Wenn ich den Server selbst betreibe, dann muss ich nicht nur neue Lizenzen kaufen (samt CALs) sondern auch die Migration vornehmen,…
  • Hardwareaustausch? Netzteil und die Festplatten (klack, klack,…) sind Verschleißteile. Einem Freund ist gerade das RAID am Server abgerauscht. Zuerst Festplatte 1 (egal), dann wenig später Festplatte 2,… RAID futsch. Also auch die Hardware rennt mit “Prinzip Hoffnung” ewig, tatsächlich aber eben nicht wartungsfrei.
  • Ausfall der Internetleitung? Ist denn die Leitung an der der Server hängt, ebenfalls redundant ausgelegt (über verschiedene Anbieter)? Oder bin ich dann wirklich weg vom Fenster? (Anmerkung: einen Client kann man im Notfall über UMTS Stick eben mal schnell online bekommen, bei einem Server mit IP Adresse und so wird das etwas schwieriger,…)
  • Anti-Spam und Anti-Viren Lösung auf dem Mailserver? Was kostet die Lizenz, was kostet die Betreuung, wer kümmert sich darum?

Lösung:
Microsoft (ok, das ist jetzt überraschend). Nein, im Ernst, Microsoft ist einer der (oder gar der?) größten Rechenzentrenbetreiber der Welt. Und bietet auch gehostete Dienste an…darunter auch die so genannten Business Productivity Online Suite:

  • Exchange Online
    • 5 GB Boxen pro User (kann man beliebig aufteilen, maximum derzeit 25 GB/Box)
    • Spam und Virenfilter inklusive mit Forefront Online Security for Exchange
    • Unterstützt Outlook, Outlook Anywhere und natürlich Outlook Web Access
    • ActiveSync (also Push zum/vom Handy für entsprechende Geräte)
  • SharePoint Online
    • Portal, Team Workspaces,…
    • Ein Platz zum Ablegen von Dokumenten, Kontakten, Kalendern,…
  • Live Meeting
    • Real-Time Web Konferenzen
    • Applikationen sharen
    • Audio/Video (,….)
  • Office Communications Online
    • Präsenzinformationen (auch in in Office und SharePoint)
    • Instant messaging

Wenn man nicht alles braucht, dann lassen sich die Dienste auch einzeln buchen, wobei es aber im Normalfall so aussieht: wenn man einen Dienst braucht, dann bucht man nur den, wenn man einen zweiten benötigt, dann nimmt man die Suite (ist billiger).

Rechenbeispiel:
Nachdem ich dem Kunden BPOS gezeigt habe, hat er gemeint, dass er da ja pro Monat auch einiges ablegt, da hat er die Lizenzkosten ja auch bald drin. Hmmm. Ja eh. Aber mal genauer nachsehen:

  • Bei reinem Exchange (mind 5. Benutzer) ist man ab 4,26 EUR/Monat dabei (5 GB Postfach, erweiterbar auf 25GB). Der Kunde will 35 BPOS Accounts nur mit Exchange. Kosten pro Monat  betragen 150 EUR.
  • Will der Kunde nicht nur Exchange, sondern auch SharePoint, dann ist es günstiger gleich die ganze Suite zu nehmen, man hat dann quasi gratis auch noch den OCS/Communicator und Live Meeting dabei. Kosten für 35 Accounts: ca. 300 EUR/Monat.

Wohlgemerkt: Flat, d.h. da kommt mal so nichts mehr dazu. Hardwareschaden, Software Upgrades, Patches, Strom, Antiviren/spam,… braucht einen gar nix mehr kümmern.

Machen wir das Gegenbeispiel: Kunde nimmt sich einen Exchange “on premise”. Um das Beispiel irgendwie noch im Rahmen zu lassen, nehme ich bei der Hardware mal sehr bewusst wenig an, dafür aber die Retailpreise bei den CALs (ja, mir ist klar, dass das auch nur so Pi mal Daumen stimmt, aber für diesen Vergleich sollte es passen). Wer dauernd Exchange Angebote macht, kann ja selbst sagen, was er dafür in Rechnung stellt.

1x Hardware (irgendein Einstiegsserver, wahrscheinlich unterdimensioniert, kein Backuplaufwerk)

1500,-

1x Windows Server 2008 Lizenz (Annahme: User CALs sind vorhanden)

550,-

1x Exchange Standard Lizenz inkl. 5 CALs

1400,-

30x Exchange User CALs

2880,-

Summe:

6330,-

Ergebnis: nicht berücksichtigt sind die ganzen Fragestellungen von oben, d.h. da ist noch nicht mal die Dienstleistung der Einrichtung dabei, von Wartung (Software, Hardware) ganz zu schweigen, kein Virenscan … d.h. selbst unter der Annahme, dass der eigene Server die nächsten Jahre wartungsfrei läuft kann ich mir um diesen Preis Hosted Exchange schon mal 42 Monate leisten (35 Accounts mit Exchange). Je nachdem, welches Risiko man allerdings dann weiter abdecken will,…

Der Unterschied zusammengefasst: im einen Fall hab ich einen kalkulierbaren Service. Letztlich auf den Cent genau. Im anderen Fall nicht. Wenn man obige Fragestellungen mit EUR-Werten versieht, dann relativieren sich die Kosten für BPOS und ein eigener Exchange (gerade wenn man von der grünen Wiese anfangt) ist dann oft nicht mehr argumentierbar.

Und ein weiterer Grund: sollte trotz SLA der gehostete Dienst mal Ärger machen: dann ist Microsoft schuld. Geht der eigene Exchange nicht, dann ist der IT Leiter dran :)

Eigenes Beispiel:
ROI, TCO und ähnliches Gequargel,… meistens für mich nicht nachvollziehbar. Aber man braucht kein Rechengenie sein, um zu sehen, dass viele Dinge nur dann “leistbar” erscheinen, wenn man die eigene Arbeitszeit mit 0 EUR ansetzt. Beispiel: ich hatte schon bisher den gehosteten Anti-Viren und Anti-Spam Dienst “Exchange Hosted Filtering” (heißt nun Microsoft Forefront Online Security for Exchange). Sensationelle Sache und leicht von der Einrichtung: ich musste nur den MX Record meiner Domain umbiegen. Der zeigt auf den Microsoft Dienst, dort wird Spam und Viren gefiltert und an meinen SBS weitergeleitet. Nebeneffekt: mein Exchange ist von außen gar nicht erreichbar, auf der Firewall sind nur die Ports für die Microsoft IP Ranges freigegeben, … Kosten: keine Ahnung, alles was billiger ist als Kopierpapier merkt ich mir nicht. (Es sind 1,7 EUR/Monat, allerdings 5 Boxen Minimum). Nun, ein lieber Freund spielt sich gerne mit eigenen Filtern herum. Nehme ich die Zeit, die er investiert hat um seine Filter zu tunen (und immer noch investiert)… selbst wenn ich einen geringen Stundensatz annehme, kann ich mir die gehostete Lösung 300 Jahre nehmen,…

Mail außer Haus?
Ja, was ist denn mit dem Datenschutz? Mails bei einem Anbieter, noch dazu einem Amerikanischen! Genau,.. das ist der einzige Grund, warum man Cloud Services nicht oder nur selektiv einsetzen will. Wenn man allerdings schon bisher seine Mailboxen beim Provider hatte, dann fällt das Argument flach. Und Mails werden sowieso unverschlüsselt übertragen, d.h. wirklich davon betroffen wären die Mails die man inhouse sendet. Die blieben mit einem eigenen Exchange eben tatsächlich inhouse. Der Rest (Stichwort auch Data Retention, die Überwachungspläne der EU) liegen sowieso offen. Dennoch: wenn man sich daran stößt, dass Mails außer Haus liegen, dann investiert man in die “on premise” Infrastruktur. Aber dann bitte ordentlich.

BPOS nur für kleine Unternehmen?
Das klingt jetzt alles eher danach, dass BPOS nur für kleine Unternehmen etwas ist? Gegenbeispiel: CSC hat mit der Royal Mail mal eben 30.000 Exchange Boxen auf BPOS gelegt,…

Mehr zu BPOS: http://www.microsoft.com/online/de-at/business-productivity.mspx

Wenn wer Fragen dazu hat, gerne auch per Mail, bin ziemlich begeistert von dem Dienst.

 

Comments (28) -

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12/13/2009 7:39:13 PM#

Kleines Problem bei deiner Kalkulation: Bei 35 Lizenzen würde ich den SBS 2008 nehmen. Der kommt dann von den Kosten her deutlich günstiger. Aber trotzdem gebe ich dir recht: Wenn man alles berücksichtigt, fährt man mit den Cloud Services wahrscheinlich günstiger.

Roman KoreckyÖsterreich | Reply

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12/13/2009 7:45:31 PM#

Klar ist der SBS günstiger. Mein Punkt ist aber der: ich glaube, dass selbst wenn man die Lizenzkosten bei 0 EUR ansetzt (also z.B. man bekommt das Ding wirklich geschenkt) ein on premise System teurer kommt. Alleine wenn man bedenkt, dass man den SBS 2008 irgendwann auf 2008 R2 (alleine wegen Exchange 2010) upgraden will. Das geht wahrscheinlich nicht mit "Weiter, weiter, fertig"... bei BPOS hab ich das Upgrade "dabei".

Georg BinderÖsterreich | Reply

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12/14/2009 6:28:57 PM#

das geht definitiv nicht mit "weiter, weiter fertig".

ich hab mir mein grausliches SBS Active Directory inzwischen ordentlich zernagelt damit - aber meine geschichte kennst du ja schon Smile

ich überlege auch schon das ganze umzustellen - würde mir viel nerven sparen und freizeit zurückbringen schätze ich...

LukiÖsterreich | Reply

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12/14/2009 6:53:21 PM#

Mach das Luki, dann kannst endlich mal wieder Zeit für deinen Verein investieren Wink

GRiNSERÖsterreich | Reply

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12/17/2009 4:25:09 PM#

Über weihnachten wirds virtuell neu gmacht und dann sollt a ruhe sein...hoffentlich

Lukas RedlingerÖsterreich | Reply

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12/13/2009 9:12:53 PM#

Hab ich mir auch schon überlegt. Ich habe aktuell einen eigenen Web- und Mailserver in einem Rechenzentrum in Deutschland stehen, und zumindest der Wechsel meines selbstverwalteten MailEnable-Servers auf einen Exchange in der MS-Wolke wär schon reizvoll, v.a. weil ja IMAP bei weitem nicht das Gelbe vom Ei ist, auch wenn MailEnable als Ganzes kein so übler MailServer ist, v.a. auch günstig. Aber reden wir dann mal weiter über Kontakte, Kalender, ... das wird einfach ein Gemurkse.

Im Endeffekt müsste ich ja nur den MX-Eintrag meiner Domain am DNS ändern lassen, um Mails an den MS-Exchange zu senden statt auf meinen Server. Allerdings möchte ich jetzt auch nicht alle Mail-Accounts zwangsumsiedeln, bzw. macht das auch finanziell keinen Sinn, weil ich einfach viele kleine Mailboxen noch drauf laufen hab, die keinen Exchange benötigen.

Müsste mir mal ansehen ob MailEnable quasi als SmartHost per Mailbox sinnvoll konfigurierbar wäre, dann könnte man das auf dem WEg viell. irgendwie stabil lösen und einfach bestimmte Mailboxen direkt an Exchange weiterschicken ... wobei dann wieder die Frage ist, wie gut Exchange damit klarkommt.

Mal schauen ... reizen würds mich schon auch.

Bernhard KönigÖsterreich | Reply

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12/13/2009 10:14:19 PM#

Exchange macht natürlich nur dann Sinn, wenn man Exchange Funktionalität braucht, als mehr als nur "Mail". Kontakte, Kalender, Sync, Freigaben,...

Aber wo Du recht hast: man braucht nur den DNS umbiegen, dann läuft der... Klar User Accounts einrichten, eventuell AD Connector, SSO Client verteilen,.. je nachdem was man haben will ist schon noch etwas zu tun, aber gerade das "Risiko", nämlich den Dienst selber sauber zum Laufen bringen ... das ist binnen Sekunden geschehen.

Georg BinderÖsterreich | Reply

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12/13/2009 10:41:41 PM#

Es ist bei BPOS übrigens möglich, den dienst so einzustellen, dass er nicht exklusiv für die Domain zuständig ist - die hier beschriebene Anforderung wäre demnach gut lösbar.

Übrigens gibt es seit ca. 2 Tagen auch einen eigenen BPOS-SSO Client für den Mac.

lg,
Martina Grom

Martina GromÖsterreich | Reply

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12/14/2009 10:43:43 AM#

naja mind. 5 clients, ist für private wohl eher uninteressant...

GrogothÖsterreich | Reply

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12/14/2009 2:38:44 PM#

Für PRivate jedenfalls uninteressant (Das gilt eingentlich auch für Kleinbetriebe, die nicht nur Bürotätigkeiten durchführen).

Für Privatanwender bietet sich an eine eigene Domain auf Windows Live Admin Center zu hosten (Zugriff per Hotmail, Windows Live Mail, und Outlook über den Outlook Connector). Neben Mailboxen bekommt man auch Kalender, Kontakte, Spam- und Virenfilter und Zugriff vom Mobiltelefon (teilweise mit Push).

Statt Sharepoint gibt es Office Live Workspace (im Prinzip Sharepoint) bzw Office Live Small Business (zur Zeit leider keine .at Domains möglich)

Live Meeting = Windows Live Messenger und SharedView

Office Communicator = Windows Live Messenger

Die Profivarianten haben natürlich Vorteile gegenüber den kostenlosen Angeboten, aber für den Privataanwender sollte es reichen (und für Kleinunternehmen auch).

K7Österreich | Reply

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12/16/2009 10:59:10 PM#

Habt ihr alle keine Familie ?
Also auf meinem privaten SBS hängen 19 Mailboxen und der einzige Grund, warum der noch nicht in der Wolke ist, weil ich berufsbedingt doch hin und wieder einen laufenden SBS herzeigen muss (und da ist live besser als Demo)

Aber die Mutter, der Vater, die Schwester, der Bruder, die Frau, die Kinder profitieren alle von der eigenen Mailbox mit Exchange (und der Familienausflug wird dann per OL-Invite geschickt ;)  )

Christian DeckerÖsterreich | Reply

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12/14/2009 6:58:24 PM#

Hi,
ja, die Boxeneinschränkung auf mind. 5 ist für Einzelplätze derzeit bitter. der Preis von 4,26 bietet allerdings auch viel Leistung und wenig Aufwand, den man dafür betreiben muss.
lg,
Martina

Martina GromÖsterreich | Reply

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12/16/2009 12:52:42 AM#

Bitte aber auch bei der Kostenrechnung dann die Stand-By Internetleitung mitberechnen. Wenn eine Firma dann alles in die "Cloud" (ich hasse dieses Marketinggeschwurbel) ausgelagert hat, wie Mail, Fibu (ich denke da mal an SAP Business by Design) womöglich auch noch Produktionsdaten ins RZ verlagert ... und dann fliegt einem die Internet Leitung weg.. nett... Und so unwahrscheinlich ist das gar nicht das man mal so knapp 8 Stunden ohne Anbindung ist, weil irgendein Trekker die Glasfaser aus dem Acker gezogen hat...(ich sprech da aus erfahrung).  



okoxpressDeutschland | Reply

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12/16/2009 2:53:45 PM#

Hi Okoxpress,
ja, das mag schon sein. Aber das Wesen von E-Mail ist eine Internetverbindung. Bei BPOS hast Du damit sogar den Vorteil, dass Deine Internetleitung weg sein kann UND Dir in der Zwischenzeit Deine Kunden aber weiterhin E-Mails senden können.
lg, Martina

Martina GromÖsterreich | Reply

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12/18/2009 12:00:07 PM#

... bloss das interne Arbeitsablaeufe auch gestört werden, wenn Exchange nicht erreichbar ist.. und da Exchange wirklich mehr ist als nur EMail halte ich das für einen sehr kritischen Punkt. Wenn nur Mail verlangt wird, dann ok, aber werden die Groupware Funktionen genutzt dann würde ich abraten, außer man investiert dann in Ausfallsicherheit der Verbindung...
Glaubt mir, das mag 1,2 oder 3 Jahre gut gehen, aber klappts mal nicht und Cheffe kommt nicht an seine Mails ran, dann möchte ich nicht Systemverantwortlicher sein.. da kann man dann noch und noch drauf hingewiesen haben...

okoxpressDeutschland | Reply

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12/20/2009 4:23:27 PM#

Du hast im Outlook ja einen Offline Modus, d.h. wenn der Exchange nciht verfügbar sit, kannst Du trotzdem e-Mailen. Du empfängst in Deinem Beispiel halt erst dann, wenn die Leitung wieder online ist. Aber Outlook verwenden kannst mal trotzdem.
vlg
Martina

Martina GromÖsterreich | Reply

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12/16/2009 3:01:58 PM#

Mindestbestellmenge 5 Lizenzen: Hat schon jemand angedacht, einzelne Lizenzen daraus wiederzuverkaufen mit einem geringen Aufschlag. Ich nehme aber an, dann hat man keine eigene Domain mehr.

Ich hab mir als EPU und begeisteter Exchange Nutzer (wegen Kalender push aufs Handy) am Exchange Hosting Markt umgeschaut. Unter 9-10 EUR keine sinnvolle Lösung zu finden.
Oder kennt wer ein gutes Hosting Angebot: Exchange 2007 + volle Push Funktion (momentan 1 Lizenz)

ErichZÖsterreich | Reply

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12/16/2009 3:07:12 PM#

EUR 8,32 pro Monat:

www.qualityhosting.de/.../

PhilippÖsterreich | Reply

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12/28/2009 3:34:32 PM#

Ich denke dass MS mal wie SAP denken sollte. Manche MS Lösungen sind einfach und genial für bestimmte Nutzergruppen, nur wissen leider die Nutzergruppen nicht davon. Dieses Fach-Chinesisch was in den Produktkatalogen geschrieben wird ist einfach nur Unsinn. Mann sollte eine Kostenaufstellung und einen Vergleich zu ähnlichen Systemen wagen und den Kunden so klar machen wieviel er spart. Durch Tech.-Abkürzungen bekommen Geschäftführer nur Kopfweh.

Exchange Hosting ExperteDeutschland | Reply

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12/30/2009 2:53:54 PM#

Ich überleg mir diese Variante auch schon seit einiger Zeit. Mein SBS läuft seit ca. 2003 - ziemlich problemlos. Aber auch bei mir wird mindestens ein Lüfter "immer Lauter" ;) und ich schlafe Nacht für Nacht schlechter - weil ich befürchte dass der Zeitpunkt, zu dem mal eine wirklich wichtige Komponente den Geist aufgibt, näher rückt.

Frage 1: Ich bin ein Ein-Personen-Unternehmen. Wenn ich jetzt - von welchem Dienst auch immer - 5 Clients nehme, darf ich dann die vier nicht benötigten Clients in meinem privaten Umfeld (Lebensgefährtin, Vater, Mutter, Bruder) verwenden?

Frage 2: Machen die Dienste "Sharepoint", "Live Meeting" und "Office Communications" für ein Ein-Personen-Unternehmen Sinn? Kann ich da z.Bsp. im Sharepoint einen Bereich einrichten, aus dem Kunde X bestimmte Projektbezogene Dokumente runterladen kann? Muss/kann/darf ich dann einen meiner vier nicht benötigten Sharepoint-Clients dem Kunden zur Verfügung stellen? Oder sind diese drei genannten Dienste nur zur internen Verwendung gedacht und machen somit erst ab mindestens zwei Mitarbeitern Sinn?

Andreas PircherÖsterreich | Reply

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12/31/2009 12:52:22 AM#

Hi Andreas,
Frage1: ja, kannst Du. Beliebig viele Domains und auch egal, welche User.
Frage2: das ist so einfach nicht zu beantworten. wenn Du BPOS nimmst, also die Suite, kannst Du die dafür zur Verfügung stehenden lizenzen verwenden, indem z.B. Dein Kunde einen Zugriff von Dir auf ein gemeinsames Projektsharepoint erhält, Du mit ihm LiveMeeting Konferenzen machst und auch über Communicator kommunizierst. Wenn Du das alles aber nciht brauchst und eher nur die Outlook/Exchange Funktionalität nutzen willst, wäre ev. nur Exchange Online interessant.
alles klar?

Martina GromÖsterreich | Reply

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12/31/2009 3:13:17 PM#

Hallo Martina, alles klar - Vielen Dank!
Damit ist der Umstieg auf Exchange Online sogut wie fix.

Andreas PircherÖsterreich | Reply

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12/31/2009 7:08:33 PM#

Hi Andreas,
super, das sind gute News. Smile Im Technet Blog findest eine Menge Tipps und Tricks, falls Du noch was brauchst.
http://blogs.technet.com/austria/

Martina GromÖsterreich | Reply

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5/21/2010 11:09:06 PM#

Nach all den Jubelmeldungen schon ein paar Anmerkungen :

1.) Der BPOS Client geht nicht auf Terminalserver ==> Wenn man Terminalserver verwendet ==> kein BPOS

2.) Der BPOS Client benötigt 67 MB Ram !

3.) Die AD Integration benötigt zum Syncen einen eigenen Server

4.) User müssen sich 2 * anmelden. Einmal in der eigenen AD, einmal bei BPOS und dort müssen sie alle 90 Tage das Passwort ändern (komplex mit Sonderzeichen).
Unterschiedliche Passwörter erhöhen den Serviceaufwand

5.) Zugriff auf Fremdkalender ist extrem langsam !
Das öffnen eines anderen Kalenders dauert bei einer 100 mbit Internetleitung bis zu 2 Minuten da die Informationen nicht gecached werden können

6.) Kein Backup !!!! Im Standardpreis ist kein Backup enthalten
Nur mit Hosted archive. Und das kostet jede Menge extra !
Für Firmen die Daten aufbewahren müssen ist eine Lösung ohne Backup undenkbar.

7.) Alle Mails werden auch wenn sie im Datacenter in Dublin liegen immer über die USA geschickt !
Und das über einen Unix Server mit Sendmail ! (Was kein Nachteil ist)

8.) Das Verwalten von Usern über die Weboberfläche ist extrem aufwendig.
User müssen erst lokal in der AD angelegt werden und dann über ein langsames Webinterface für Exchange konfiguriert werden = Mehr Verwaltungsaufwand.

9.) Kein Zugriff auf Logfiles  wie SMTP Log, SPAM Log

10.) Pushmail unterstützt nur Windows mobile > 6.0
Alte Qtek Smartphones oder auch neue Nokea Handys gehen dann leider nicht mehr.
iPhones schon !

Das wars mal fürs erste. Mir würde noch mehr einfallen, aber fürs erste reicht es.

Grundsätzlich sind Cloud Services schon interessant. In der jetzigen Form jedoch nicht für alle Anforderungen empfehlenswert.
Ist ein erster Ansatz, mal sehen was die nächste Version bringt.

Lokale Exchange Server haben schon noch ihre Berechtigung.

Martin

Martin MayrhoferÖsterreich | Reply

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7/30/2010 2:12:14 PM#

Wir haben auch überlegt Microsoft-Exchange-Hosting zu nehmen. Nun haben wir uns aber für einen anderen großen Anbieter mit wesentlich besseren Preis-/Leistungsverhältnis entschieden.

Google Apps

Für nur 40 EUR/User/Jahr bekommt man folgende Leistungen:

25 GB Speicherplatz/User,
99,9-prozentigen Verfügbarkeit
24/7 Support
Exzellenten Spamfilter
Outlook-Anbindung
Hervorragende Webapplikationen
Sharepoint-Grundfunktionalität integriert.
Exchange-Migrations-Tool

http://www.google.com/apps/intl/de/business/

ArthurDeutschland | Reply

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12/8/2010 7:00:13 PM#

Mit BPOS hat Microsoft ein hervorragendes Produkt auf den Markt gebracht und geht damit den gleichen Weg, wie Google mit Crome Cloud. Die Verfügbarkeit und die Tatsache, sich über Sicherungen und Ausfälle keine Gedanken mehr machen zu müssen, rechtfertigen den Preis, insofern es sich um die Daten handelt, welche auch in einer Cloud gelagert werden können. Daten innerhalb einer Cloud sind immerhin für die Administratoren jederzeit einsehbar. Trotzdem überzeugen speziell bei Exchange Online die Preise und Vorteile. Einzig bitter bleibt die Tatsache, dass zwar das Hinzufügen neuer Accounts problemlos möglich ist, nicht aber das Löschen bestehender Mailboxen aus dem Live-Account. Wünscht man eine Reduktion, ist es erforderlich, einen neuen Live-Account anzulegen und die bestehenden Mailboxen abzüglich der zu entfernenden, in den neuen Account zu migrieren.

Dr. Robert PoehlerLiechtenstein | Reply

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2/2/2011 12:40:40 PM#

BPOS ist halt so eine Sache - Meine Daten sind über dem Teich und persönlichen Ansprechpartner hab ich auch keinen. Da vertraue ich trotz Wolke und BigPlayern im Business, doch eher meinem Lokalen Cloud Anbieter, dem ich die Löffel langziehen kann wenn mal was nicht funktioniert;) Was mach ich bei MS? - ein E-Mail schreiben? ;)
zB http://www.mailprofi.at - österreichischer Anbieter

GeraldÖsterreich | Reply

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2/2/2011 1:56:29 PM#

Am Euro Platz 3, 1120 Wien. Zum Löffel langziehen bitte vorher mal anrufen.

Aber die Daten liegen in Irland (kein so großer Teich), Ausfallsrechenzentrum ist in Holland.

Sonst,... wenn der lokale Cloud-Anbieter auch Exchange verwendet,... keine weiteren Einwände Smile

Georg BinderVereinigte Staaten | Reply

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12/14/2009 1:51:34 AM#

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