Alles ist besser, wenn nur ein Apfel-Logo draufklebt. Auf diese Meinung trifft man oft im Netz. Tatsächlich ist es natürlich nicht so, die Probleme in der IT betreffen schon alle System. Klar, manche Sachen mehr auf dem einen oder anderen System, aber was man da für Legenden und Mythen über Apple hört ist nur noch durch religiöse Verblendung erklärbar. Technisch jedenfalls nicht, deswegen hier auch dieser Artikel:
- Ich weiss, schon, das startet einen Flamewar. Eh nicht zu verhindern, wenn ich auf Vistablog das Wort Apple verwende. Schade drum, vielleicht gelingt es ja trotzdem ein wenig die Emotion hinten anzustellen?
- Ist Vista besser? Darum geht es mir hier nicht. Es ist nur so, dass andere Betriebsysteme in der öffentlichen Meinung z.B. als sicherer gelten. Fakten dafür gibt es nicht. Eher das Gegenteil ist beweisbar.
- Viren und Malware gibts nur auf Windows? Klar, deswegen haben die Trojanertoolkits auch keine Mac Version. Halt doch, haben sie! Die eigentliche Schwachstelle da wie dort sind die Benutzer, die sich solche Software installieren.
- Andere schlecht machen ist aber nicht nett. Ja ich weiß, ich schau mir auch gerne die Mac Werbungen auf YouTube an. Find ich witzig gemacht.
Übrigens: das sind alles Meldungen der letzten paar Tage! Ist also nicht so, dass ich jetzt die letzten Monate zusammenfasse :)
Updater updatet nicht (nur)
Tja, da habe ich bereits darüber geschrieben, eine sehr ungute Sache, das Netz ist voll mit Kritik daran. "It undermines the trust relationship great companies have with their customers, and that’s bad - not just for Apple, but for the security of the whole Web."
Mehr darüber: Apple tut es wieder... Achtung vor Update
Apple verbietet Safari unter Windows
Ok, die tatsächliche rechtliche Wirkung auf den privaten Endkunden mag in Österrecih/Deutschland bei annähernd null liegen (anders bei gewerblichen Kunden!), aber lustig ist der kleine Irrtum im End User License Agreement (EULA) allemal:
Safari darf also nur auf Apples installiert werden. Demnach müsste Bootcamp erlaubt sein, nicht aber Non-Apple Hardware. Tja, halb so schlimm, vor allem war das schnell geändert, Apple hat umgehend den Fehler behoben. Quelle: TheRegister
Sicherheit und Safari 3.1
Der Fehler im EULA war schnell behoben, bei den Sicherheitslücken ist Apple leider nicht so schnell. Kaum war Safari 3.1 veröffentlicht, kann man auch schon nachlesen, dass es mit der Sicherheit nicht so weit her ist. Remote ausnutzbare Lücke um vollen Zugriff auf ein System zu bekommen.
Quelle: http://secunia.com/advisories/29483/
Hack-Wettbewerb: Mac unterliegt Vista und Linux
Wer einen voll gepatchten Rechner hacken kann, darf ihn behalten. Jetzt mag man argumentieren, dass die Motivation bei Apple-Hardware höher ist, aber es gab ja auch genug Preisgeld, um das man sich genug Apple Hardware hätte kaufen können, wenn man den Vista oder Linux Rechner knackt. Hat man aber nicht geschafft,...
Angeblich war der Hack in 2 Minuten durchgeführt.
Angegriffene Software war übrigens... Safari.
Quelle: http://www.news.com/8301-13579_3-9905095-37.html?tag=nefd.top
Ah, macht nix, dafür kann man ja den Mitbewerb lächerlich machen:
Sicherheit im Vergleich: Microsoft und Apple
Die ETH Zürich hat sich die Betriebssysteme von Microsoft und Apple hergenommen ...
Forscher der ETH Zürich haben auf der derzeit in Amsterdam stattfindenden Black-Hat-Sicherheitskonferenz ein neues Modell zur Ermittlung der Sicherheit von Betriebsystemen entwickelt. Dazu zählen sie nicht allein die Anzahl der Lücken und wie kritisch diese sind, sondern ermitteln zudem die von ihnen so genannte Zero-Day-Patch-Rate. Diese gibt an, inwieweit ein Hersteller in der Lage ist, zum Zeitpunkt des Bekanntwerdens einer Lücke einen Patch zur Verfügung zu stellen. Um dabei von den Angaben der Hersteller unabhängig zu werden, greifen sie auf zahlreiche unabhängige Quellen zurück wie Secunia, Milw0rm, The Open Source Vulnerability Database (OSVDB), National Vulnerability Database (NVD), CVE und diverse andere.
Ergebnis:
Die Forscher kommen darüber hinaus zu dem Ergebnis, dass die Zahl der offenen Lücke sich bei Microsoft mittlerweile stabilisiert habe. Bei Apple zeige sich allerdings der gegenteilige Trend, wobei Apple Microsoft sogar bereits überholt habe und im Schnitt mehr offene Lücken aufweise. Die Ergebnisse ihre Untersuchung würden die allgemeine Annahme, dass Apple von Natur aus sicherer sei, nicht bestätigen.
Download: "0-Day Patch -Exposing Vendors (In)Security Performance"
Quelle: Heise.de
Und nein, die Studie ist nicht von Microsoft bezahlt.
Don't be evil
ist nicht das Motto von Apple, und das ist auch gut so. Bei steigende Verbreitung von Apple Geräten regt sich auch mehr Unmut über die Geschäftsmodelle, z.B. bei iphone SDK bei der kommerzielle Anbieter 30% (!) des Umsatzes abliefern müssen. Das hätte Microsoft mal einfallen sollen,... :)
Fazit:
Alles grüner auf der anderen Seite des Zauns? Nein. Fehler machen alle. Beim Thema Sicherheit ist Microsoft aber argumentierbar weiter als Apple. Eine teuer gelernte Lektion für Microsoft.
Letzter Satz dazu, eben bei WinFuture gelesen:
Schon klar. "Meine Meinung steht fest, verwirren Sie mich nicht mit Fakten..." Leute gibts...